Ein Tag in Luxembourg


Diesen Samstag habe ich eine kleine Reise zur
Colophon2009 unternommen, diesem Symposium für
Independent Magazine in Luxemburg, bei dem ich
nie so recht wusste, was mich dort erwarten würde.
Klassentreffen der Hochglanzmagazin-Streber oder
eine relaxte Veranstaltung mit netten Typen?

Früh am Morgen ging es los mit der DB am Neckar Rhein lang, die schöne Strecke über Koblenz und Trier. Während der Lektüre der Lokalpresse bestaune ich noch einmal meine Visitenkarten, die ich extra für heute angefertigt habe. Am Ende des Tages werde ich keine einzige verteilt haben.





Nach stundenlangem AusdemFenstergucken endlich Ankunft bei gutem Wetter und leicht französischen Flair. Yeah! Es ist Cabrio-Wetter und die Anwohner der Stadt machen Gebrauch von diesem Fakt. Ich aber verschwinde hinter der Tür des Casino Luxembourg wo quasi die Festivalzentrale ist. 10 Euro gewähren mir Eintritt.





In der Cafeteria kriege ich einen ordentlichen Kaffee auf die Hand, dann geht es zum ersten Vortrag in den kleinen Project Room. Pascal Monfort stellt hier die 3. Ausgabe seines Junkfood-Magazins YUMMY vor und erzählt in charmant französischem Englisch was ihn dazu gebracht hat, dieses Magazin zu machen und wie sich seitdem sein Leben verändert hat. Er macht das gut, auch wenn er ein kleiner Namedropper und Angeber ist. Immerhin schafft er es, dass ich mir anschließend das 30 Euro teure Magazin kaufe (es gibt im Bereich der Cafeteria extra einen Magazin-Shop, oh yay!). Preise wie im Puff!





Nach dem Mittagessen - Sandwich mediterran (durch die Fußgängerzone laufend essen) - geht es weiter im Programm. Ich besuche ein paar der Galerien und sonstwie Orte, an denen über die ganze Stadt verteilt, alle möglichen Magazine gehostet werden.





Die freundlichen Finnen von KASINO A4 hocken in einem schönen Kiosk und schenken strictly schwarze Getränke aus. Ein paar Straßen weiter bei KAREN gibt es britische Gemütlichkeit mit viel Witz und natürlich einer tasse Tee. Eigentlich mal ganz spannend zu sehen, wie die Leute hinter solchen Magazinen aussehen. Nämlich nicht sehr spannend.





Zurück im Casino sehe ich mir eine ziemlich umfangreiche Ausstellung an. Außerdem rödeln hier diverse Leute an einem Magazin, das während der drei Tage parallel zum Event erarbeitet und soviel ich weiß anschließend auch publiziert wird. Erinnert mich alles ein wenig ans Studium. Und das muss ja nicht sein. Hole mir lieber ein Bier und trinke es vor der Tür.



Ich versuche noch, mir einen Vortrag im Main Auditorium anzuhören, da wo sich eher die Hochglanz-Streber treffen, aber es ist einfach zu voll und ich bin mit Eindrücken und Bier bis oben hin voll. Naja... Es war auf jeden Fall schön. Pünktlich zum einsetzenden Regen steige ich in ein Auto und werde zurück nach Köln kutschiert. Ende des Ausflugs.

Grüße, Dirk Mönkemöller

Chefredaktion